Vergleich der beiden EMS-Systeme Antelope-Suit und Easy Motion Skin

Kurze Einführung in EMS

Bevor ich zum Vergleich von Easy Motion Skin und Antelope komme, möchte ich kurz erklären, worum es sich bei EMS eigentlich genau handelt. Eletromuskelstimulation, kurz genannt EMS, hat im letzten Jahrzehnt den Markt in Bereich Sport, Fitness und Figurformung wie kein zweites kommerzielles System verändert. Durch die auf die Haut applizierten Stromspannungen werden Nerven und Muskeln gereizt mit dem Ziel einer Kontraktion der stimulierten Muskulatur. Dies kann in Abhängigkeit der gewählten Frequenz, Stärke, Pausenlänge verschiedenste Trainingswirkungen in Richtung Kraft, Ausdauer, Muskeltonus und Schmerzweiterleitung haben. Diesbezüglich setzt das Training mit EMS eine spezielle Kenntnis der zugrunde liegenden Ursache- und Wirkmechanismen dar. Wissenschaftliche Übersichtsarbeiten zum Thema finden Sie in den Literaturhinweisen am Ende des Textes. Zusammenfassend sei aber darauf hingewiesen, dass Trainingserfolge mit geringem zeitlichem Aufwand erreicht werden können.

Bis 2017 waren im EMS-Markt vor allem Mikrostudios dominant, die größtenteils auf kabelgebundene Systeme der Firma Miha Bodytec basierten. EMS-Mikrostudios eröffneten ab 2010 deutschlandweit verstärkt und zumindest in den Fitnessaffinen Großstädten wie München, Köln, Hamburg, Berlin, Frankfurt in ausserordentlicher Häufigkeit. Dies oft auch unter verschiedensten Franchise-Kenzeptionierungen.

Bedürfnis nach Effektivität beim Training

Leicht lapidar kam in mir diesbezüglich immer wieder der Vergleich mit Friseursalons auf. Warum? Weil Menschen sich regelmäßig einer kurzen Behandlung unterziehen, größtenteils mit der Erwartung auf eine positive Veränderung ihres Erscheinungsbildes (optisch) mit geringst möglicher Anstrengung und Zeitaufwendung. Über die physikalische Stimulation des Organs Muskel soll der Körper möglichst prall, fettfrei und wohlgeformt werden, um den Idealen einer sich immer weiter optimierenden Gesellschaft gerecht zu werden.

Die EMS-Technik traf also auf ein Bedürfnis der breiten Masse in Deutschland nach Effektivität in der Körperformung.

Leider verändert der Muskel sich aber nur in gewünschtem Maße, wenn sich auch die Trainingsmittel, Intensitäten und Belastungen strukturiert verändern. So kann aus trainingstheorethischer Sichtweise ein Standartisiertes Training am Kabel mit den immer gleichen Bewegungssequenzen seinen Nutzen nach mehrmonatigem, wöchentlich mehrmaligen Training nicht mehr steigern. Hier beginnt die schöne Welt der EMS-Studios zu bröckeln, und sich die Spreu vom Weizen, in Abhängigkeit der Trainingsplanung und -durchführung zu trennen. EMS-Training im Mikrostudio kann, muss aber nicht dauerhaft erfolgreich (im Sinne einer Veränderung körperlicher Parameter) sein.

Der Schritt zum flexiblen EMS-Training

Sieht man als Trainer nun die EMS-Technik als weiteres Tool im Kasten der verschiedenen Trainingsformen und -möglichkeiten ergibt sich in den Mikrostudios nur ein negativer Aspekt. Die lokale Einschränkung der Stromversorgung über Kabel.

Erfreulicherweise gibt es seit Mitte 2017 mobile EMS-Lösungen, die über Bluetooth arbeiten. Dies ermöglicht nun sportartspezifische Reize, abwechslungsreiches Training (Sportler) , und optimale Organstimulation ausserhalb der eben beschriebenen Grenzen.

Die Vorteile ist klar. EMS-Training ist nun überall einsetzbar, näher an der Zielbewegung durchführbar (Krafttraining während Zielbewegung) und der Zeitaufwand für Training und Regeneration wird optimiert.

Mobile EMS: Vergleich von Easy Motion Skin und Antelope

Da die Grundlagen nun hinreichend bekannt sind, soll es nun um den Vergleich von Easy Motion Skin und Antelope gehen.

Zunächst zu den Systemvoraussetzungen der Geräte:

Für beide Produkte gibt es mittlerweile Apps auf iOS und Android. Zu Beginn war bei Easy Motion Skin nur iOS möglich.

Textilie:

Der Anelope-Suit ist aus relativ dünnem Material hergestellt (54% Polyamid, 36% Polypropylen, 10 % Elastan). Hose und Shirt sind getrennt voneinander anzuziehen. Der Stoff ist nicht sehr dehnfähig, eine optimale Größenauswahl ist also extrem wichtig. Waschbar sind die Teile in 30° Handwäsche. Ob der doch vorhandenen Plastikhalterung des Boosters würde ich aber selbst dabei extremst vorsichtig vorgehen. Waschen bedeutet hier wohl eher ausspülen.

Die Elektroden sind groß und passen sich gut an die Zielmuskulatur an. Einzig die dicke der Silikonschicht scheint im Vergleich viel geringer. Angesteuerte Bereiche sind Oberschenkel vorne, Oberschenkel hinten, Gesäß, unterer Rücken, oberer Rücken, Arme, Brust und Bauch. Das Stromgefühl ist etwas „piecksig“. Die Kabelführung in der Textile ist Logisch gezackt verlegt, um dem schon elastischen Kabel noch mehr Schutz vor Kabelriss, -bruch zu geben. Die Reissverschlüsse an den Seiten sind sehr sinnvoll um ein angenehmen anziehen und anpassen zu ermöglichen. Zusätzlich erscheinen sie sehr stabil. Der Reissverschluss in der Mitte ist von gleicher Bauart und sollte den Belastungen eines ordentlichen Trainings gewachsen sein.

Der Easy Motion Skin besteht aus relativ dickem Material (100% Polyamid), ist ein Ganzkörperanzug und sehr dehnfähig. Es gibt verschiedene Größen, durch die Dehnfähigkeit passt sich der Suit aber prinzipiell sehr gut der Physiognomie des Trainierenden an.

Waschbar ist der EMS-Anzug bei 30° in der Maschine auf Schonprogramm und nur mit speziellem Waschmittel. In den Trockner dürfen übrigens logischerweise beide nicht.

Die Silikon-Elektroden beim Easy Motion Skin sind sehr dick sind gut platziert und ergeben eine solide Reizübertragung ohne Differenzen in der Fläche. Angesteuerte Bereiche sind klassischerweise Beinmuskulatur (ohne Differenzierung), Gesäß, unterer Rücken, oberer Rücken, Nacken, Arme, Brust und Bauch.

Die Kabel liegen in der Textilie vernäht, sind ebenso wie beim Konkurrenten dehnbar und erscheinen sehr solide.

Der Reissverschluss erscheint als starkes Bindeglied, stellt aber wie bei allen Ganzkörperanzügen einen kritischen Faktor beim Anziehen des Suits dar. So kann es schon einmal vorkommen, dass man bei unvorsichtigem Einsteigen den Verschluss zerstört. Dies sollte aber nicht der Fall sein wenn man etwas vorsichtig vorgeht.

Design:

Im Design sind die beiden Anzüge komplett verschieden. Wo der Antelope-Suit auf modernes, technisches und cooles Design setzt, grenzt sich der Easy Motion Skin durch sein auffällig einfaches einfarbig blaues Material mit weissen Linien davon ab. Mehr als an ein Hightech-Trainingsutensil erinnert er eher an Ringeranzüge der DDR der siebziger Jahre. Die smuss nicht schlecht sein, sondern kann gefallen. Unauffälliger und moderner wirkt hier der Antelope-Suit.

Stimulationseinheit:

Als nächstes möchte ich die Stimulationseinheit betrachten. Hierbei handelt es sich jeweils um Boxen in denen der Akku und der Bluetoothempfänger untergebracht sind.Bei Antelope etwas größer (15*8,5), bei Easy Motion etwas kleiner (11*7).

Diese müssen natürlich mit dem Anzug physikalisch verbunden werden. Bei Antelope funktioniert dies mit Magnetkontakten, die auf einer Plastikplatte angebracht sind, die wiederum mit dem restlichen Anzug vernäht ist. Besonders diese Verbindungen, sowohl Magnet, als auch die Naht der Plastikplatte zum Anzug erscheinen mir als besondere Schwachstellen und Fehlerquellen. So kam es bei meiner ersten Antelope-anpropbe vor, dass ein geringes wackeln am Booster (Stimulationeinheit) den Stromfluss unterbrach. Dies führte dann leider dazu, dass ich nochmals einen Monat auf meinen neuen Booster warten musste. Wie schon beim Textil erwähnt ist diese Verbindung auch hier die Schwachstelle. Starkes Springen, versehentliches Streifen (etwa beim Boxen oder Tennis) und andere Plyometrische Bewegungen führen dann doch irgendwann zum Abfallen des Boosters. Dies kann unangenehm werden, da mit dem Booster dann das Herzstück des Anzuges kaputt gehen kann.

Aber auch beim Easy Motion Skin ist das Booster-Problem vorhanden. Hier wird die Stimulationseinheit Powerbox genannt, und wird in eine an der Seite des Beines angenähten Tasche gesteckt. In den Anzügen der neuen Generation bleibt sie da auch konstant drin. Bei älteren rutschte sie ständig nach oben raus. Dagegen wurde nun durch Vergrößerung der Tasche und einem innenliegenden Silikonstreifen erfolgreich vorgegangen. Die Verbindung mit dem Anzug erfolgt über zwei mit der Box über Kabel verbundene Klickplatinen. Diese werden halbrechts an der Hüfte angebracht. Der Kabelausgangbei älteren Powerboxen war in vertikaler Richtung, wodurch es immer wieder zu Behinderungen in der Trainingsbewegung durch die Platinen und Kabel kam. Hier wurde im Oktober letzten Jahres nachgebessert. Die Kabel laufen jetzt schräg nach oben von der Klickplatine weg (Bild folgt). Dadurch gibt es in der Tat weniger Entkopplungen und wohl auch weniger Kabelbrüche an dieser viel geknickten (Hüftbeuge) Stelle. Viel cleverer wäre es hier noch eine Drehung der Platinen um 90° vorzunehmen. Dann wäre die Lösung perfekt.

Die Akkuleistung ist hier ca. 12 h. Bei Antelope geht der Akku leider schneller zur Neige, und ich konnte maximal 3,5 Std auf angemessener Intensität trainieren.

Sieger im Bereich Stimulationseinheit für mich: Easy Motion Skin

Verarbeitung/ Qualität:

Beide Systeme sind Hightech-Trainingsgeräte und sehr gut verarbeitet. Ausnahme hierbei ist die Verbindung der Plastikplatte mit der Textilie bei Antelope.

Die Qualität bei Antelope scheint auch nicht so konstant zu sein. So hatte ich in der ersten Anprobe ein Oberteil mit kaputten Bauchelektroden bekommen, und in meinem Paket nach Hause war dann die Verbindung zu den Elektroden der Gesäßmuskulatur in der Hose defekt. Bei Easy Motion Skin lief alles dauerhaft reibungslos. Allerdings hat sich nach ca. 225 Trainings ein Kabelwackler in der Verbindung der Powerbox zu den Klickplatinen eingeschlichen, der behoben werden musste (kein Kontakt auf Armmuskulatur).

Wissensvermittlung:

Der Antelope-Suit kam mit der Post. Ohne Informationen über EMS-Training. Lediglich die Kontraindikationen waren angezeigt. Eine Vermittlung von Wissen darüber, wie man mit einer mobilen Ems-Einheit am besten trainiert fand hier nicht statt. So passt es ins Bild, dass die nicht ganz stabile Bluetooth Verbindung von Handy zu Booster nach einiger Zeit abbricht, und der Booster einfach unendlich weiter Strom feuert. So lässt sich ein Training im Kraftbereich auch locker über die in der App vordefinierten 20-30 Minuten ausdehnen. Dies kann natürlich wegen potentiellen Überlastungen des Organsystems dann gefährlich werden. Es weisst aber niemand darauf hin und die Möglichkeit besteht, also werden sicherlich einige verrückte zur Übertreibung neigen.

Beim Easy Motion Skin erfolgt der Verkauf über sogenannte Berater, die verpflichtet sind dem Kunden eine Einweisung ins System und ins Ems-Training zu geben. Somit wird hier zumindest die Grundlage für gesundes sinnvolles Ems-Training gelegt. Weiterhin ist die Home-Box auf zwei Krafttrainingseinheiten pro Woche beschränkt um oben genannte Organproblematiken vorzubeugen (Ausdauer und Regeneration sind unbeschränkt).

Das Vorgehen von Antelope finde ich hier schon ein wenig fahrlässig. Klarer Sieger in diesem Bereich also Easy Motion Skin.

Preis:

Der Easy Motion Skin schlägt mit 2950 Euro schon ordentlich ein (update: Finanzierung zu 49 € monatlich möglich (Stand03.04.2020). Da ist der Antelope-Suit mit 1400 (update: jetzt 1600 (Stand 5.8.2019)) attraktiver. Betrachtet man allerdings den Quotient aus Preis und Leistung, so ergibt sich doch ein anderes Bild. Der Easy Motion Skin wirkt ausgereifter und beständiger.

Garantie:

Antelope gibt Garantie auf 52 Trainingseinheiten (5.8.2019). Easy Motion Skin gibt 6 Monate auf den Anzug (530 € Neupreis) und 2 Jahre auf die Powerbox.

Fazit:

Hier also mein Ergebnis zum Vergleich von Easy Motion Skin und Antelope. Trotz des fast doppelten Preises würde ich persönlich einen Easy Motion Skin bevorzugen. Ich habe die einzelnen Punkte in der folgenden Tabelle noch mal zusammengefasst.

Vergleich von Easy Motion Skin und Antelope

 AntelopeEasy Motion Home
Preis1600 €2950 €
Qualität +
Textil
Stimulationseinheit+
Elektrode+
Kabel +
Hygiene+
Verarbeitung+
Wissensvermittlung+
Trainingsmöglicheiten++
Hardwareeinschränkungen+
Garantie+

Update 27.10.2019:

Laut der Gründerszene hat Antelope Probleme mit der Finanzierung. Bleibt abzuwarten ob sich das Unternehmen wieder fängt. Beim Antelope-Suit ist also erhöhte Vorsicht geboten. Falls sich jemand für einen Antelope-Suit interessiert bitte einfach mein Kontaktformular mit dem entsprechenden Text ausfüllen.

Update 12.6.2020

Von einem aufmerksamen Leser bin ich darauf Aufmerksam gemacht worden, dass die Firma Beurer Antelope übernommen hat. Damit dürfte sich dann die oben genannte Finanzierungsproblematik erledigt haben. https://www.beurer.com/web/de/presse/2019/191206-Beurer_Antelope.php

Bisher konnte ich allerdings keine Veränderung der Anzüge erkennen.

Vielleicht tut sich da ja bald was.

Update 21.10.2020

Ich habe einen weiteren Anzug getestet. Und zwar den Eaglefit Home EMS-Suit. Das Ergebnis des Tests findet sich hier.

Falls sich jemand für einen Kauf eines der Anzüge interessiert kann er diese natürlich gerne über mich beziehen. Für diesen Fall bitte einfach über den Kontakt eine Email an mich schreiben.

Hier noch ein kleines Video über die Inbetriebnahme eines Easy Motion Skins:

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Bis bald!

21 Antworten

  1. Angelika sagt:

    Kann sein, dass du dich bei den Spalten vertan hast?

  2. blog sagt:

    Excellent post. I definitely appreciate this website.
    Stick with it!

  3. Stefanie sagt:

    Hallo, dein Bericht ist sehr interessant ! Ich interessiere mich für das TankTop von Antelope. Es sollte mich lediglich unterstützen auf meinen Heimtrainern (Cycle, Crosstrainer) und beim Walking. Zum einen erhoffe ich mir eine Stärkung der Rücken- und Bauchmuskulatur und zum anderen hoffentlich/vielleicht habe ich eine Enspannung im Nackenbereich. 3 Kilo weniger wäre auch ein toller Effekt – liegt aber nicht an erster Stelle.
    Ist das Tanktop sinnvoll? Eine Alternative habe ich bisher nicht gefunden.
    Viele Grüße Stefanie

  4. Tom sagt:

    sehr informativ,danke,hast mir viel Geld erspart:der eine ist mir zu teuer,der andere zu billig in der Anfertigung.und merke: ob mit oder ohne Anzug ,no pain no gain….😉😜

  5. Daniel sagt:

    Hi Richard,

    ich hab zwar mit dem Laden nix zu tun, aber vielleicht Updates Du mal deine Infos. Hatte mich unlängst intensiver mit der Materie beschäftigt.

    https://www.beurer.com/web/de/presse/2019/191206-Beurer_Antelope.php

    Das Refinanzierungsproblem dürfte damit eigentlich zumindest kleiner geworden sein…

  6. Peggy sagt:

    sehr guter Post. danke dafür.

    Ich habe mir über mein Studio den „blauen Ringer“ 🙂 Anzug geleistet und bin nach dem ersten Training sehr zufrieden.
    Habe EMS seit 8 Monaten trainiert in der „Nass“ Version.
    So ein Anzug ist definitiv eine andere Hausnummer und viel effektiver.

  7. Susanne sagt:

    Hallo Richard,
    Hast Du auch Erfahrung mit dem Anzug von Bodyvision?
    Vielen Dank und freundliche Grüsse!

  8. Eva sagt:

    Hallo Richard,

    ich habe mir den Easy Motion Skin im Dezember 2017 geleistet. Meist nutze ich ein-zweimal in der Woche nur das Powerprogramm. Bis auf kleinere Probleme funktionierte es gut, außer die Nackenelektroden, die liegen oftmals nicht richtig am Körper an, aber das kann ich verkraften, um Bauch und Rücken verwende ich in der Regel noch einen breiteren Gummi. Was mich aber wirklich ärgert, ist, dass jetzt die Armelektroden nicht mehr funktionieren, also genau so wie bei dir. Ich habe den Anzug wie ein rohes Ei behandelt und sehr wenig gewaschen. Der Service von EasyMotionSkin empfiehlt die Reparatur, die 120 Euro kosten soll, nicht, da der Anzug zu alt ist. Ich sollte mir einen Neuen mit großzügigen 10% Rabatt für dann 470 Euro kaufen. Das System ist ein Fass ohne Boden mit sehr teuerem Inhalt. Ich muss also damit rechnen, aller zwei bis drei Jahre 500 Euro für einen neuen Anzug auszugeben Bei einem Gerät, was hunderte Euro kostet, man wenig nutzt, erwartet man eigentlich auch nicht, dass es drei Jahre nicht übersteht. Ich weiß nun nicht, ob ich den Anzug reparieren lasse, einen neuen kaufe oder ganz umsteige. Vielleicht kannst du mir helfen.

    Viele Grüße
    Eva

    • Hallo Eva,
      das Problem mit den Armen ist leidig, ja. Eigentlich wäre natürlich eine Reparatur sinnvoll. Es gibt aber einen Grund, der dagegen spricht. Die Firma hat vor ca. einem Jahr die Kabel zu den Elektroden verändert. Vormals waren diese dünn und deshalb anfällig, wenn sie zu weit gedehnt wurden (z.B. bei Klimmzügen, oder auch ganz einfach beim an-, und ausziehen des Suits). Mittlerweile sind die Kabel ordentlich gummiert und in einem Zickzackmuster in eine dehnbare Führungstextilie eingenäht. Seit dieser Neuerung gibt es nur noch verschwindend geringe Ausfälle wegen Kabelbruchs. Der Rat zum Neukauf lässt sich also firmenseitig nachvollziehen. Die 10% Rabatt sind ok. Ich würde das mit nehmen. Aus dem einen Grund: Das System läuft; der Anzug ist von der Textilie her auch nach 2 Jahren noch ok. Also spricht nichts dagegen. Ausser der Preis… Easy Motion Skin ist Hochpreisig. Aber… ich sage mir; wenn ein Anzug zwei Jahre hält finde ich das für ein Sportgerät (ist es das?) ok.
      Es gibt sicher auch andere Ems Anbieter bei denen Du billiger wegkommst. Aber willst Du wirklich das System wechseln? Schau Dir mal Eaglefit an… den Anzug teste ich gerade.

      Viele Grüße!

      • Eva sagt:

        Vielen Dank für die schnelle Antwort. Habe mir den Eaglefit angeschaut. Preislich sehr interessant und optisch gefällt er mir persönlich besser als der blaue Easy Motion. Aber wie du schreibst, entscheidend ist die Funktionalität. Kannst du schon von ersten Erfahrungen berichten?
        Eigentlich wollte ich nach deiner Nachricht einen neuen blauen Anzug bestellen. Ich musste aber heute feststellen, dass sich das längere Kabel der Powerbox an der Druckknopfplatte gelöst hat und sich ca. einen cm raus-und reinschieben lässt. Deshalb habe ich nochmal beim Service nachgefragt, was daran repariert werden muss. Mein anschließender Test mit dem Powerprogamm war zwar erfolgreich (außer die Arme), bin mir aber nicht sicher, ob da „Tapen“ reicht 😉
        Viele Grüße

        • Hallo Eva,

          Seit Oktober besteht nach Nachfrage bei Easy Motion Skin ohnehin die Möglichkeit (gegen eine kleine Gebühr) die herkömmlichen Druckknopfplatten gegen neue austauschen zu lassen. Diese seien dann mit einem schrägen Kabelanschluss versehen. Das sorge dafür, dass das leidige Abklicken der Platte minimiert werde. Weiterhin soll so die Rate der Kabelbrüche in diesem Bereich reduziert werden. Einfach nochmal beim Service anrufen…
          Wegen Eaglefit… Den Test werde ich in den nächsten Tagen veröffentlichen. Da muss noch ein wenig editiert werden. Aber – sei gespannt.
          Viele Grüße!

          Hier ist der Test zu finden.

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  10. […] dich ein Vergleich verschiedener EMS-Systeme interessieren, wirst du hier, hier, hier und hier […]

  11. […] des Anzugs fühlt sich sehr strapazierfähig an. Es erinnert von Haptik und Festigkeit stark an den Easy Motion Skin. Er besteht aus 86% Polyamid und 14% Elasthan. Die Farbe ist schwarz. Auf der linken Brust ist das […]

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