Test: Das kann der Eaglefit Home EMS-Suit

Die Firma Eaglefit aus Langenau bei Ulm bietet einen Home EMS-Suit an. Diesen durfte ich testen und möchte euch natürlich meine Eindrücke mitteilen. Der Geschäftsführer besagter Firma schrieb mich an und fragte, ob ich den Anzug nicht einmal testen möchte. Natürlich mach ich das gerne. Also los gehts, starten wir in den Test: Das kann der Eaglefit Home EMS-Suit.

Textilie

Der erste Eindruck

Die Textilie erinnert nach dem Auspacken aus der angenehm dezenten Verpackung an einen Wetsuit wie man ihn zum Beispiel vom Surfen kennt. Das Material ist eher dünn gehalten, die Nähte sind ordentlich fest genäht. Das Material ist sehr flexibel (84% Nylon, 16% Spandex). Der Reißverschluss ist hinten angebracht und kann mit einer auch vom Surfanzug bekannten Leine geschlossen werden.

Es bedarf einer normalen Schulterbeweglichkeit um ihn geschlossen zu bekommen. Für Menschen mit Einschränkung in diesem Bereich ist auf jeden Fall Hilfe empfehlenswert. Es gibt den Suit in acht verschiedenen Größen von XS bis 4XL. Ich selbst komme in einen XL-Anzug gut rein, mit gut Luft nach oben (bin am unteren Rand der angegebenen Größen für XL). Im Übergang von Brustmuskel zu Achselhöhle ist ein kleiner Klettverschluss angebracht, um die Elektroden im Brust- und Schulterbereich straff auf die Muskulatur zu bekommen. Sehr gut gelöst.

Der Eaglefit Home EMS-Suit im Detail

Die Elektroden (es gibt 10 ansteuerbare Bereiche; Bizeps/Trizeps getrennt, Oberschenkel vorne und hinten getrennt) fühlen sich sehr dick an. Vergleicht man sie mit Antelope, würde ich sagen, sie sind drei Mal so dick. Im Vergleich zu Easy Motion Skin etwa doppelt. Jedoch sind sie viel weicher. Dies spricht für eine dicke Unterschicht aus leitendem Gewebe überzogen mit einer dünnen Schicht leitfähigem Silikon. Die Silikonschicht scheint dünner als bei Easy Motion Skin zu sein. Ob sich dies auf die Langlebigkeit auswirkt? Aber mit einer Garantie von 2 Jahren auch auf die Textilie werden hier schon neue Benchmarks gesetzt (Easy Motion: 6 Monate; Antelope 53 Trainings?). Die Größe der Elektroden ist auch enorm. Vor allem am Gesäß und auf den Oberschenkeln erschienen mir diese zu Beginn als etwas zu groß dimensioniert. In meinen bisher abgehaltenen Trainings habe ich aber keine negativen Erfahrungen mit der Größe gemacht. Funktioniert also.

Die Kabel liegen innen auf dem Stoff, erscheinen dick gummiert und sind dort mit einem extrem dünn erscheinenden Faden festgenäht. Bei einem eng sitzenden Anzug könnte ich mir hier einige kleinere Probleme, vor allem bei hochdynamischem Gebrauch oder bei Reibung (Boden) vorstellen. Durch die dicke Gummierung erscheint ein Kabelbruch aber nahezu unmöglich. Die Übergänge von Kabel zu Elektrode sind nicht kongruent mittig in dieser angebracht.

Sie erscheinen stabil und zuverlässig. Allerdings fiel mir eine möglich Schwachstelle an der Verbindung der Kabel zur Bodenplatte der Powerboxhalterung auf. Es scheinen die Kabel hier nur leicht befestigt in diese einzugehen. Dies kann aber auch nur ein erster Eindruck sein und sich hoffentlich nicht bestätigen.

Design des Eaglefit Home EMS-Suit

Das Design des Suits erinnert wie schon oben erwähnt an einen Surfanzug. Die Grundfarbe ist Schwarz. Die Nähte sind Neongrün. Unterhalb der Brust ist das Logo des Herstellers in Weiss und Grün eingstickt. Alles in allem macht es einen sportiven Eindruck. Mir persönlich würde aber ein Anzug ohne neongrüne Nähte viel besser gefallen.

Stimulationseinheit

Die Powerbox ist vergleichbar in der Größe mit der von Easy Motion Skin. Sie erscheint sehr leicht und hat laut Angaben in der Beschreibung auf der Homepage Power für 4-6 Trainingseinheiten (ich habe meinerseits aber schon jetzt 5 Stunden Trainingszeit aus dem Akku herausbekommen; mal sehen wie lange er noch läuft). Die Verbindung mit dem Handy erfolgt über Bluetooth 4.0. Das Aufladen funktioniert über einen mitgelieferten Usb C-Stecker auf 5 Volt Basis. Der Akkumulator selbst hat 3,7 V bei 2000 mAh.

Die Box hat einen Powerknopf, der haptisch nicht wirklich spürbar ist. Bei Verwendung des Suits unter anderen Textilien kann hier leider nicht die On/Off-Taste erfühlt werden. Man muss wirklich danach schauen. Die Verbindung der Powerbox mit dem Anzug erfolgt über eine Plastikplatte die mit Aufnahmehaken für die Box, Metallkontakten, und einem Befestigungsgurt ausgestattet ist. Diese Box wird niemals heraus-, ab-, herunterfallen. Ebenso erscheint ein Verlust der Kontakte während des Trainings nahezu unmöglich. Die Anbringung der Box ist oberhalb der rechten Hüfte. Sie stört also weder bei Flexions-, noch bei Extensionsbewegungen. SUPER!

Die App

Die App lässt in ihrer grafischen Auflösung etwas zu wünschen übrig und reagiert beim Verbinden der Box mit dem niederfrequenten Bluetooth des Handys etwas langsam. Die Verbindung ist dafür aber sehr stabil. Es können während des Gebrauchs auch andere Apps benutzt, da Telefon auf Standby geschaltet und telefoniert werden. Das Ems-Training läuft weiter. Die Software lässt alle möglichen Einstellungen der Frequenz (0-120 Hz) und Impulstiefe (0-450), sowie Dauer der Einheit, des Stromintervalls und der Pause zu.

Die Muskelgruppen lassen sich einzeln, oder als Gruppen entspannt über Auf-, und Ab-Tasten regeln. Auch während des schon laufenden Trainings kann man die verbleibende Trainingszeit noch verlängern, bzw. verkürzen. Technische Handlungsfähigkeit top. Grafische Interface Gestaltung: geht so.

Verarbeitung/ Qualität

Die Qualität der Textilie erscheint gut. Laut Herstellerangaben übersteht sie 100 Wäschen bei 30 Grad im Feinwaschgang und Wäschenetz ohne Probleme. Die 24 Monate Garantie sind ein Wort. Die Powerbox ist leicht und macht im ersten Moment einen „billigen“, weil leichten Eindruck. Aber wieso soll sie sich auch schwer und haptisch wunderbar sein? Sie muss funktionieren. Das tut sie. Hergestellt wird sie in China.

Wissensvermittlung

Im Paket enthalten ist einen genaue Beschreibung zur Inbetriebnahme, sowie ein Trainingsposter. Der Hersteller bietet Online-Einweisungen an. Auch telefonisch kann sich der Nutzer den Suit erklären lassen. Für einen Novizen im EMS ist das ok, aber nicht gut. Wer schon viel Erfahrung mit EMS hat, und jetzt auf Wireless umsteigen will, kommt damit bestens zurecht.

Preis

Mit 1290€ ist dieser Anzug definitv nicht zu teuer. Und für mich ein klares Statement gegen EMS in Studios. Das ist schon einmal klar. Hier lässt sich mit einem Jahresbeitrag für herkömmliches EMS ein Gerät anschaffen, welches ich täglich benutzen kann. Zusätzlich besteht die Möglichkeit für 450€ einen Zweitanzug zu kaufen, um die Powerbox beispielsweise mit dem Partner zu teilen. Da die Trainings auf der Box nicht limitiert sind, lässt sich damit theoretisch auch ein kleines kostengünstiges Mobile-EMS Business für z.B. Physios und Trainer aufbauen.

Das Beste: Mit dem Code QR9R59 erhaltet ihr 5% Rabatt beim Einkauf im Eaglefit-Shop

Garantie

Wie oben beschrieben 24 Monate. Außer der Akku: dieser hat 6 Monate Garantie. Kann aber später gegen Gebühr (160€) ausgetauscht werden.

Fazit: Das kann der Eaglefit Home EMS-Suit

Alles in allem kann dieser Anzug alles was er können muss, ist vergleichsweise günstig bei guter Qualität und Gewährleistung, sieht geschmacksabhängig gut aus und eignet sich sowohl für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene bis Experten.

Einordnung im Vergleich mit Antelope und Easy Motion Skin

Eaglefit hat hier einen Anzug, der benutzerfreundlich in jeder Hinsicht ist. Er ist kostengünstig. Der Suit passt, ist angenehm zu tragen, hat keine Fehler und Ausfälle und ist von guter Qualität. Die App lässt sich auf jedem Handy installieren. Der Service ist schnell, die Garantie gut. Die Wissensvermittlung ist ok.

Wäre ich am überlegen, ob ich mir ein Home-EMS-System kaufe, bzw. welches, dies wäre jetzt meine Wahl. Und zwar aus vier Gründen:

  1. Die Software lässt, anders als bei Easy Motion Skin, quasi alle Veränderungen der physikalischen Trainingsparameter zu.
  2. Es gibt keine Probleme mit der Powerbox: Kein nerviges Entklicken der Verbindung, kein Heraus-, und Herunterfallen der Powerbox.
  3. 24 Monate Garantie auf die Textilie? So what. Ich zieh nichts anderes mehr an.
  4. Der Preis ist HEISSSSS.

Hier geht’s zu meinem Vergleich der beiden anderen Systeme Antelope und Easy-Motion-Skin.

Eine Erläuterung der Funktionen der App findet ihr hier auf dem Kanal von Bob Ferry (da gibt es auch noch mehrere Videos zu dem Anzug).

 

17 Antworten

  1. Sönke sagt:

    Lieber Richard,
    da ich kein Profisportler bin, habe ich nicht allzu viel Sinnvolles zu dem Thema zu sagen. Aber ich finde es wichtig, Menschen für ihr Tun auch einfach mal zu loben und danke zu sagen.
    Als Berufstätiger an „mehreren Fronten“ bleibt mir oft viel zu wenig Zeit für Sport. Ich bin froh, wenn ich es 3 bis 4 mal die Woche für jeweils 30 bis 60 Minuten auf meinen Crosstrainer schaffe und dabei 1300 bis 2600 cal. verbrenne (das behauptet zumindest die Anzeige, kann aber natürlich auch fernab jeglicher Realität sein).
    Das zusätzliche Krafttraining bleibt leider meistens auf der Strecke, obwohl ich mir in meiner Scheune ein Mini-Studio eingerichtet habe. Um noch in ein einige Kilometer entferntes Fitnessstudio zu gehen, fehlt absolut die Zeit.
    Nun erzählte mir eine junge Nachbarin, mit der ich hin und wieder laufen gehe oder ein „Insanity“ Training im Hof mache, dass sie grade „das Training des Todes“ hinter sich hääte, als sie in einem EMS Studio war. Sie hatte den größten Muskelkater ever, und das nach 20 Minuten Training. Das hörte sich nach etwas sehr Brauchbarem an.
    Also recherchierte ich ausgiebig im Internet und las fast alles, was es zu EMS zu lesen gibt. Außerdem fragte ich meine Osteopathin/Physiotherapeutin (in die ich in dieser Hinsicht extrem großes Vertrauen habe), was sie vom EMS Training hält. Auch sie findet, dass das eine prima Sache ist.
    Hinzu kommt, dass ich wegen eines Geburtsfehlers meine Fußgelenke (die zu 80% steif sind) nicht so sehr belasten kann, wie ein „normaler“ Mensch. Eine zusätzliche Kontraktion der Beinmuskeln durch Strom kann meine Beine stärker trainieren, ohne meine Gelenke mit höheren Gwichten o. ä. zu belasten. Auch meinen Problemen mit den Ellenbogen kommt das sehr entgegen.
    Nach vielem Suchen und Vergleichen bin ich am Ende genau an diesem Eaglefit System hängen geblieben, und habe nach Erfahrungsberichten dazu gesucht. Und nun bin ich auf deinen Bericht gestoßen – einem Bericht von einem erfahrenen und offenbar vernünftig trainierenden Menschen. Das erleichtert mir die Entscheidung ungemein, denn eine Ausgabe von über 1.000,- Euro macht man ja nicht mal so eben nebenbei.
    Deshalb ein herzliches Dankeschön für deine Arbeit in deinem Blog. Ich habe mir auch die Erfahrungsberichte zu den anderen beiden Systemen von dir durchgelesen, und werde auch noch weiter auf deiner Seite stöbern.
    Allerdings hätte ich noch eine Frage zu diesen ganzen EMS System. Wir haben hier halblange Ärmel, die weder die Waden noch die Unterarme erreichen. Neben dem Rest meines Körpers wäre aber auch grade ein EMS Training der Waden und meiner Unterarme mehr als Sinnvoll, sodass ich es sehr schade finde, dass das offenbar nicht geht. Es gibt ja auch kleine Systeme, die man sich „einzeln“ zusammenkaufen kann. Hältst du es für Sinnvoll, zusätzlich noch Manschetten für Unterarme/Waden mit einem kleinen, dazugehörenden Stimmulator zu kaufen? Meine Bedenken hierbei sind, dass ich immer unsicher wäre, ob ich die Manschetten oder Elektroden auch an der richtigen Stelle meines Körpers anbringe. Für den restlichen Körper kann ich ja durch den Anzug dabei nicht viel verkehrt machen.
    Ich würde mich freuen, deine Meinung hierzu zu erfahren.
    Liebe Grüße
    Sönke

    • Hallo Sönke,

      ich würde die 1300 bis 2600 kcal pro Einheit auch bezweifeln… (Wenn du auf 800 pro Stunde kommst ist das sehr sehr viel).
      Du scheinst aber sehr an Training im Allgemeinen Interessiert zu sein. Schliesslich sind 3*30-60 Min pro Woche schon ganz gut und ein Mini-Studio in der Scheune wünscht sich so mancher. Du hast es. Nutze es. Krafttraining ist wichtig. Hormonhaushalt, Muskulatur, Alterungsprozess, etc..

      Das Thema EMS:
      Deine Nachbarin war in einem klassischen EMS-Studio. Verkauft wird hier ein Vertrag. Dem Studio geht es darum im Probetraining viel Eindruck (evtl. Muskelkater?) zu hinterlassen, um die Interessenten zum Abschluss eines solchen zu bewegen. Wir leben im Kapitalismus. Das ist leider so. Ich bezweifle den gemeinhin als wichtig angenommenen Zusammenhang zwischen Trainingseffekt und Muskelkater. Ein gutes und erfolgreiches Training bemisst sich nicht an der Heftigkeit des Muskelkaters, sondern an der Zielgerichtetheit und dem Fortschritt in Richtung eines vorher definierten Trainingsziels.
      Nähme man bspw. an deine Nachbarin möchte Abnehmen, so würde das Ausdauertraining mit dir gut passen. Da sie sich selbst aber auch nicht wirklich zu der zusätzlich notwendigen Dosis Krafttraining (2-3* pro Woche Ganzkörper (Basisübungen)) motivieren kann, würde sie also einen Vertrag dort abschliessen um Krafttraining mit dem Endziel Gewichtsabnahme (besser wäre Ziel: geringerer Körperumfang und Fettverlust) zu machen. Das sollte je nach Struktur des Krafttrainings in der Einrichtung funktionieren. Ist aber in keinem Falle vom Grad des Muskelkaters nach jedem Training abhängig. Denn mit viel Muskelkater kannst du nicht so häufig trainieren wie mit moderatem. Und du willst möglichst häufig trainieren um deinen Körper umzubauen. Zusammenfassend: Muskelkater (Training des Todes) ist kein Marker für Trainingserfolg.
      Aber: Ems ist sinnvoll (gute Physiotherapeutin). Es kann sowohl im Regenerations-, Ausdauer-, als auch im Krafttraining gewinnbringend eingesetzt werden. Durch die neue Generation von EMS (Kabellos) hast du die Möglichkeit jede deiner bisherigen Trainingseinheiten mit Ems zu kombinieren und damit einfach mehr Muskelfasern als ohne zu erreichen. Damit würde dein Training effektiver. Ganz einfach.
      Zur Stimulation der Waden und Unterarme: Es gibt günstige 2 Kanal-Systeme, die du Dir an die Waden montieren kannst. Das funktioniert gut. Allerdings kannst du dir da auch schnell einen grossen Anteil dieser eher ausdauerlastigen Muskulatur „verbraten“. Da ist Vorsicht geboten. Ich würde diese immer eher in niedrigeren Frequenzbereichen (bis zu 60 Hertz) trainieren. Ems Anzüge sind eher auf grosse Muskelgruppen ausgelegt und deshalb kurzärmelig.
      Eine Stimulation der Unterarme empfehle ich wegen der Grazilität dieser Muskeln nicht. Schon bei starker „Bestromung“ der Arme (Bizeps, Trizeps) wirst du ein unangenehmes Verkrampfen der Hände und Unterarme erleben. Das ist nicht angenehm oder sinnvoll.
      Natürlich ist die Platzierung der kleinen Elektroden auf den Muskeln anfangs nicht ganz so klar; aber ein Blick in ein Anatomiebuch, oder ins Internet verrät Dir schnell unter welcher Hautpartie welcher Muskel liegt…

      Viele Grüße und Danke fürs Lesen!

      • Sönke sagt:

        Hallo Richard,

        ganz herzlichen Dank für deine umfangreiche und sehr informative Antwort, die mir sehr weiterhilft. Du hast dir viel Zeit dafür genommen, und ich weiß es sehr zu schätzen!

        Viele liebe Grüße
        Sönke

  2. […] Ich habe einen weiteren Anzug getestet. Das Ergebnis des Tests findet sich hier. […]

  3. Manfred Ollram sagt:

    Hallo Richard,
    ich trainiere schon seit 3 Jahren im EMS-Studio und bin grundsätzlich sehr begeistert. Ich suche mir gerade ein Mobile Zusatzmöglichkeit, um EMS auch in mein anderes Training einzubauen bzw. auch zur regelmäßigen Generation. Für mich hört sich dieses neue Modell von Eagle fit jetzt sehr interessant an.
    Ich komme aus dem Tennissport und würde es dort gerne auch einsetzen. Unter welchen Trainingsmodus würdest du Tennis einordnen, beim EMS – eher als Ausdauer oder Krafttraining?

    • Hallo Manfred,

      einen Versuch wäre es auf jeden Fall wert. Der Eaglefit-Anzug erscheint mir auch die passende Lösung, da die Powerbox ordentlich befestigt werden kann.
      Tennis würde ich mit Ausdauermodus machen wenn es sich um ein Trainingsspielchen handelt. Bei spezifischem Training empfehle ich den Kraftmodus.
      Du solltest allerdings darauf achten, die Stromstärke nicht zu hoch anzusetzen (Verletzungsrisiko).

      Viele Grüße,

      Richard

  4. Nicole sagt:

    Hallo Richard

    Merci für deine Seite, Tests, Infos und Antworten.
    Mich interessieren die Vor-/Nachteile der Anzüge zu den Geräten mit Pads, neben Preis und der TENS Funktion.
    Ich trainiere aktuell in einem EMS Studio und möchte demnächst den Schritt ins „Selbsttraining“ wagen.
    &
    Du hast recht der Kapitalismus ist im Studio auch ein Punkt bei Vertragsabschlüssen und Verlängerungen. Doch möchte ich auch erwähnen, dass ein wichtiger Teil die TrainerInnen selbst sind. Sie motivieren im Training, korrigieren im Training. Nicht Jede/r ist bei diesen Punkten genug „gerüstet“ im eigenen Training, allein. Ich denke vor allem bei Untrainierten wegen des Verletzungsrisikos ist ein Studio keine schlechte Idee und auch für die Motivation. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit meinem Studio gemacht und viel Fett abtrainiert und viel Muskelmasse antrainiert 🙂

    Beste Grüsse
    Nicole

    • Hallo Nicole,

      die Trainer sind auf jeden Fall sehr sehr wichtig! Schließlich sind sie ja auch dazu ausgebildet dir bei deiner Zielerreichung zu helfen.
      Die Unterschiede zwischen den Geräten sollten schnell erklärt sein… das Tens-Gerät kann im Prinzip das gleiche wie ein Ems-Anzug; nur dass dieser eben mit 8-10 Kanälen ausgestattet ist (Muskelgruppen) – das Tens-Gerät meist nur mit 1-2. Beim einen hast du Ganzkörpertraining, beim anderen lokales Muskeltraining. Für den Komfort würde ich immer einen Anzug nehmen.
      Viele Grüße,
      Richard

  5. Naseem sagt:

    Hallo,

    tolle Seite. Ich bin ein totaler Einsteiger, eigentlich sehr unsportlich, sehr dünn bis und komme zeitlich nie dazu Sport zu treiben. Aber ich bin sicher, dass ich 40 Minuten die Woche einplanen kann wie empfohlen beim EMS-Anzug. Mit welchen Resultaten kann ich da nach einem, drei und nach sechs Monaten rechnen, beziehungsweise wo werde ich an meine Grenzen gelangen, wenn ich es ausschließlich bei EMS-Training belasse (ohne andere sportliche Aktivität?). Ich bin jetzt 35 Jahre alt und erhoffe mir durch die Nutzung des Anzugs eine große physische Transformationen noch im nächsten Jahr. Ist das realistisch?

    Mein Favorit insgesamt ist der Antelope, wobei ich mich wohl auch vom Optischen verführen lasse. Da ich Vielreisender bin, ist meine Sorge, das irgendein Gerät schnell kaputt geht, dass irgendwas schief geht, wenn ich mal den Anzug bei der Wäsche abgebe etc.

    Das Antelope-Team meinte zu mir, die Elektroden halten 1 Jahr. Wie viel kostet es die Elektroden zu reparieren bzw. zu ersetzen bei den jeweiligen Anbietern?

    Wäre super, wenn du mir da weiterhelfen kannst.

    lg

    Uddin

    • Hallo!

      Die Resultate hängen natürlich stark von dem Grad der Anstrengung, Regelmäßigkeit, Disziplin und Ernährung ab. Prinzipiell gilt wie immer: Ungebrauchtes verkümmert, aber einfach planlos trainieren (lassen? …Ems…) hilft in Abhängigkeit des Prinzips des trainingswirksamen Reizes auch nur bedingt. Einem Neueinsteiger würde ich zunächst mal ans Herz legen ein Probetraining in einem EMS-Studio zu machen um sich der Trainingsmethode anzunähern. Es wäre sogar zu überlegen erst mal einen Vertrag zu machen (evtl. 6 Monate), um das nötige Übungswissen und Erfahrung im Umgang mit EMS-Training zu erlangen.
      Danach würde ich dann versuchen auf eine mobile Lösung umzusteigen, mich aber keinesfalls von der Optik leiten zu lassen. Es gibt mittlerweile wirklich viele Anbieter. Ich denke aber die auf dieser Seite vorgestellten sind die momentan interessantesten. Die Elektroden halten meiner Erfahrung nach länger. Allerdings wasche ich auch alles penibel selbst (Handwäsche).
      Solltest Du mit EMS beginnen, wirst Du schnelle Erfolge spüren und sehen, die sich dann aber erfahrungsgemäß nach einer Zeit abflachen. Das ist ganz normal, wenn Du dein Training nicht ständig veränderst um immer neue Reize zu setzen… Pauschal kann man aber natürlich nicht sagen wo und wie Du wann deine etwaigen Ziele erreicht haben wirst.

      Viele Grüße!

    • Erich Keller sagt:

      Hallo Uddin,
      ich habe in den vergangenen 2 Jahren insgesamt 10 Monate lang einmal wöchentlich mit dem Antelopeanzug trainiert (im Sommer pausiere ich für etliche Zeit). Mein Anzug funktioniert mittlerweile nicht mehr richtig (Kontakt zum Booster, 2 Elektroden ganz ohne Kontakt, 5 weitere Elektroden mit stark reduzierter Stromübertragungsleistung, die Batterie des Boosters hat aufgrund des Memoryeffekts kaum noch Leistung, die Boosterhalterung ist leicht verzogen). Die Reparatur bei Antelope kostet rund 300 EUR. Ich rate Dir von Antelope ab! Kaufe lieber ein Gerät, das etwas länger durchhält und solider verarbeitet ist. Ich denke ebenfalls daran, das Gerät zu wechseln!

  6. Ralph Markowski sagt:

    Hallo Richard
    Herzlichen Dank für Deinen sehr aufschlussreichen Test des Eaglefit Home EMS Suit. In meiner aktuellen «Corona-Depression» bin ich auf der Suche nach einer Lockdown-Übergangslösung und zukünftigen Ergänzung zu meinem herkömmlichen Gym-Besuchen. Ich gehe seit gut zwei Jahrzehnten wöchentlich mehrmals ins Gym und bin dort für meine 52 Jahre bei den Stärkeren, aber kein Bodybuilder. Mein Ziel ist die Kraft beim Altern zu halten optional sogar noch etwas auszubauen. Ich möchte aber langfristig die sozialen Kontakte im Gym nicht vermissen. EMS wäre für mich zukünftig eher Ergänzung als Gym-Ersatz. Mit EMS habe ich bisher keine Erfahrungen. Kannst Du mir als EMS-Neuling einen solchen Anzug als Ergänzung zum Gym empfehlen? Würdest Du diesen Anzug wieder in XL nehmen oder eher in L. Persönlich liege zwischen XL und XXL und schwanke zwischen eng anliegen auf der einen Seite und Haltbarkeit/Komfort auf der anderen Seite.
    Gruss, Ralph

    • Hallo Ralph,

      du kannst EMS-Training optimal als Ergänzung zu den herkömmlichen Gym-Besuchen in „Normalen Zeiten“ nutzen. Es gibt verschiedenste Möglichkeiten (Als Addon im herkömmlichen „Pumpen“, als Booster für dein Ausdauertraining, oder als Tool für schnellere Regeneration und Entspannung). Für den jetzigen Zeitpunkt ist es für mich das optimale Trainingstool um die Abschottung halbwegs fit und ohne all zu große Muskelmassenverluste zu überleben. Du wirst allerdings ein wenig Zeit brauchen um dich im jeweiligen EMS-Universum zurecht zu finden. Aber auch dafür ist jetzt eine gute Zeit, da quasi alle Anbieter kostenfreie Live-Trainings anbieten. Einführungsvideos zum Thema gibt es auch in genügender Form (bei Interesse kann ich da mal was zusammenListen).
      Die Größe des Anzugs sollte immer so groß wie möglich und so eng wie nötig gewählt werden. Aber wenn du zwischen zwei Größen bist würde ich erst mal den kleineren versuchen – mit diesem aber dann bitte vorsichtig. Die verschiedenen Körperformen lassen da aber einfach keine pauschale Aussage zu. Setz dich im Zweifel einfach mit dem Service des Anbieters in Verbindung um dir deine Wahl nochmal bestätigen zu lassen.
      Bei weiteren Fragen einfach nochmal schreiben…

      Ich wünsche erträgliche Weihnachten!

      Viele Grüße,
      Richard

  7. Renate sagt:

    Hallo Richard, habe deine Kommentare über die Ems Anzüge gelesen! Da ich schon in einem Ems Studio war und jetzt einen Anzug für zuhause suche. Habe ich im Internet reserchiert, Ems Anzug eadefit, antelope und VISIONBODY.
    Über die 2 erstgenannten war dein Bericht sehr aufschlussreich.
    Weist du über VISIONBODY etwas zu berichten! Wäre sehr hilfreich denn ich würde mir gerne einen zulegen und bei den Preisen muß eben genau überlegen. Danke LG Renate

    • Hallo Renate!

      Leider kann ich dir über den Visionbody-Anzug nicht sehr viel neues erzählen, da ich noch keinen zum längeren Test hatte. Da muss ich leider passen. Ich hab ihn mal kurz versucht. Aber Aussagen über Qualität o.ä. kann ich daher nicht treffen. Sorry! Ich versuche aber mal an einen ran zu kommen um ihn einem längeren Test zu unterziehen.
      Viele Grüße!

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